Amateurfußball pausiert

Corona Lockdown

Die Ministerpräsidenten einigen sich mit der Bundeskanzlerin darauf, dass alle Sportstätten bis Ende November gesperrt bleiben sollen.

Ein weiterer Spielbetrieb 2020 ist damit eher unwahrscheinlich. Armin Laschet kündigte wenig später an, die Verordnung in vollem Umfang übernehmen zu wollen.

Schon am Mittwochvormittag hatten wir darüber berichtet, dass dem Amateursport eine Pause bis mindestens zum Ende des Monats droht, und zwar für den Trainings- und Spielbetrieb im Fußball, weil alle Sportanlagen geschlossen werden müssen. Diesem Vorschlag der Bundesregierung sind am Nachmittag auch die Ministerpräsidenten gefolgt, so dass der zweite Amateurfußball-Lockdown beschlossene Sache ist. Denn Armin Laschet kündigte inzwischen auf einer weiteren PK an, die Vereinbarungen für NRW so übernehmen zu wollen.

In einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem bayrischen Ministerpräsident Markus Söder sowie Berlins regierendem Bürgermeister Michael Müller als Vorsitzendem der Ministerpräsidentenkonferenz erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel die kommenden Pandemie-Maßnahmen ab dem 2. November. “Wir müssen handeln, und zwar jetzt”, erklärte die Kanzlerin. Oberstes Ziel sei es, die Kurve wieder abzuflachen, damit die Infektionsketten durch Nachvollziehbarkeit wieder unterbrochen werden können. Merkel bezeichnete die Maßnahmen als “befristete, nationale Kraftanstrengung”. Bei 75 Prozent der Infektionen sei der Ursprung nicht mehr nachvollziehbar, deshalb sei es nicht statthaft zu behaupten, dass gewisse Bereiche keine Infektionstreiber seien.

Sportanlagen bis Ende November geschlossen

Im Rahmen der Reduzierung sozialer Kontakte sind auch die Fußballplätze sowie sämtliche andere Sportstätten gesperrt. Zudem sprach die Kanzlerin in diesem Zusammenhang von ansthenden Hilfsmaßnahmen. Inwieweit das die Vereine betrifft, bleibt abzuwarten. “Wir haben uns diese Maßnahmen sehr gut überlegt. Ich weiß, dass viele sagen, dass sie doch Hygienekonzepte haben. Das ist ab Dezember auch wieder sehr gut, reicht im Moment aber nicht aus. Wir müssen sehen, dass wir nicht weiter in einen gesundheitlichen Notstand rutschen”, erklärte Merkel. Zudem seien die Beschlüsse diesmal, trotz stark abweichender Inzidenzwerte, einhellig beschlossen worden.

Noch 24 Stunden vor der Verkündung der Maßnahmen hatte sich der Fußballverband Niederrhein einer solchen Lösung gegenüber noch kritisch gezeigt. Mit nicht einmal fünf Prozent abgesagter Spiele am Niederrhein sei der Amaturfußball “weit von einer kritischen Marke entfernt”, war auf der Verbands-Homepage der Fußballausschuss-Vorsitzende Wolfgang Jades zitiert worden. Auch ist es natürlich in der Tat so, dass kein einziges Amateurfußballspiel bisher als Super-Spreader-Event ausgemacht worden ist. Die Frage, wo junge Menschen dann in der Tat ihre Zeit verbringen werden, wenn eben nicht mehr an der frischen Luft, bleibt zudem im Raum. Auch einige der führenden deutschen Virologen üben durchaus Kritik an einem Teil der Maßnahmen.

Quelle: fupa.de

 

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